Predigt zum 20.06.2004 über Eph. 6,10-20
Thema Die geistliche Waffenrüstung des Christen" /Text Lesen: Eph. 6.10-20
Im übrigen, meine Brüder, werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke.
Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Bereichen.
Deshalb ergeift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen könnt und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, das Feld behaltet.
So steht nun fest, eure Lenden umgürtert mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit Bereitwilligkeit für das Evangelium des Friedens.
Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile auslöschen könnt. Und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.
Mit allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen, auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekanntzumachen, für das ich ein Botschafter in Ketten bin, auf das ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.
Lieber Herr, heilige uns in Deiner Wahrheit, Dein Wort ist die Wahrheit. Amen.
Liebe Gemeinde, liebe Gäste,
ich denke, wir sollten uns wieder einmal mit der Waffenrüstung Gottes befassen, haben wir doch in jüngster Vergangenheit massive Angriffe auf unsere Gemeinde erlebt.
Es muß uns aber nicht wundern. Da, wo ernsthaft Gemeinde gebaut wird, wo das Evangelium
unverkürzt verkündigt wird, tritt der Feind auf den Plan und versucht zu zerstören.
Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke. Wie sieht es denn bei uns? Werden wir
stark im Herrn, wenn alles glatt, nach unseren Wünschen läuft? Wohl kaum! Ich denke,
dann stehen wir eher in der Gefahr, träge zu werden und zu meinen, wir hätten es mit unseren
eigenen Möglichkeiten geschafft.
Wir müssen in unserem persönlichen Leben mit den Angriffern des Feindes rechnen und zwar
auf der Ebene der Gedankenwelt, in die der Feind leider noch Zugang hat . Er ist zwar besiegt
durch den Opfertod Jesu auf Golgatha und befindet sich mit seinem dämonischen Gefolge
in einer Art Rückzuggefecht, doch er kann uns auf diesem Rückzug noch zu schaffen machen.
Dessen müssen wir uns bewußt sein und brauchen nicht überrascht zu sein, die eine oder
andere Anfechtung zu erleben.
-2-
Der Feind greift gerne dort an, wo wir schwach sind, wo wir mangelnde
BEDÜRFNISBEFRIEDIGUNG davongetragen haben oder meinen, daß dies geschehen ist..
Abraham Maslow nennt folgende Bedürfnisse, angefan gen beim niedrigsten bzw.
wesentlichen:
Ein klassisches Beispiel für Defizitmotivation ist das Gefühl, sich weder bedeutend noch
wertvoll zu fühlen. In Eph. 2,10 heißt es: Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus
Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. Dieses
Wort dürfen und sollen wir solchen negativenGefühlen entgegensetzen, wenn sie uns
überkommen.
Oder wenn wir das Gefühl haben, daß keiner mich versteht, keiner mich mag, können und
sollen wir entgegensetzen Röm 8,35+39: Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes... Denn
ich bin gewiß, daß nichts uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist
Gott sorgt auch für unsere leiblichen Bedürfnisse: Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes
und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches (Nahrung, Kleidung, Wohnung) alles
zufallen (Matth 6,33), nicht nur heute, sondern auch morgen : Darum sorget nicht für den
andern Morgen (Matth..6,34).
Das hört sich in der Theorie alles so gut an. Wir sind natürlich gefordert, unseren Glauben im
Alltag zu leben.Dazu gibt uns Paulus ganz praktische Ratschläge. Er benutzt das Bild eines
römischen Soldaten, um sein Anliegen zu verdeutlichen. Diesen können wir uns ungefähr so
vorstellen: (sieh Skizze)
Was hat denn dieser römische Soldat so alles an sich (oben angefangen)?
Helm, Tunica,Brustpanzer, Lendenschurz, Schwert, Stiefel, Schild
Diese Waffenrüstung sollen wir im geistlichen Sinne tragen. Wie soll das geschehen?
-3-
Gedicht von Wilhelm Panzer: Jesus, du mußt mich erziehen, wenn ich dein Kind werden soll, wenn ich dir soll ewig blühen und sei deines Lobes voll! Sonst geh irdisch ich dahin und zerstreue meinen Sinn in den Dingen dieser Erden und kann nicht dein Jünger werden (Wilhelm Panzer)
Amen Copyright by Kirche unterm Reetdach
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